Die Eingewöhnung
Die Eingewöhnung
Mir ist eine bedürfnis- und bindungsorientierte Erziehung und vor allem Beziehung sehr wichtig.
Mir ist es ein großes Bedürfnis zu Ihren Kindern eine gute Bindung aufbauen zu können und selbstverständlich möchte ich, dass Ihre Kinder ausreichend Zeit bekommen auch zu mir eine positive und liebevolle Bindung aufbauen zu können. Daher orientiere ich mich bei der Eingewöhnung an kein festes, starres Modell. Denn jedes Kind ist ein Individuum und nicht jedes Kind kann nach genau gleich vielen Tagen Vertrauen zu mir aufbauen und sich von seinen Bezugspersonen lösen. Mir ist eine sanfte, bindungsorientierte Eingewöhnung sehr wichtig.
In den ersten Tagen der Eingewöhnung kommen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind in unsere Wichtelstube und werden für eine vorher besprochenen Zeit -meist ca. 1,5 Std - bei mir sein. Dabei verhalten Sie sich so natürlich wie möglich, wir unterhalten uns freundlich und lernen uns nach und nach kennen. Bedenken Sie, Sie sind jederzeit für Ihr Kind der „sichere Hafen“ wenn es Sie braucht. Sie werden es bitte nicht künstlich von sich fern halten und immer zu mir verweisen. Dies würde dem Kind unbewusst Druck aufbauen und es könnte eine Unsicherheit entstehen. Ich werde in dieser Zeit durch verschiedene Spielangebote Kontakt zu Ihrem Kind aufnehmen und versuchen, dass Vertrauen zu gewinnen. Sollte Ihr Kind mal den Raum wechseln wollen, etwas brauchen usw. dann ist es schön, wenn ich versuche dies zu übernehmen. So entstehen schon erste Annäherungen und vielleicht sogar schon erste kleine, räumliche Trennungen.
Auch wenn die abgesprochene Zeit super verläuft und Ihr Kind in ein Spiel gefunden hat, bitte ich Sie nach der besprochenen Zeit Ihr Kind „abzuholen“. Denn es ist von großem Vorteil, wenn Ihr Kind mit einem guten Gefühl nach Hause geht und wir nicht erst warten, bis es keine Lust mehr hat oder müde wird. Denn dann ist die Vorfreude auf den nächsten Tag viel größer.
Wenn die ersten Tage gut verlaufen sind und wir das Gefühl haben, das Kind konnte schon etwas Vertrauen aufbauen, können wir eine kleine Trennung versuchen. Dies bedeutet, dass Sie sich bewusst von Ihrem Kind verabschieden und unsere Räumlichkeiten verlassen. Niemals sollten Sie heimlich weg gehen, denn dann wird Ihr Kind in den nächsten Tagen immer unter Spannung stehen und in „Hab-acht-Stellung“ sein, es wird sich wahrscheinlich nicht mehr in ein Spiel vertiefen, weil es immer aufpassen wird, ob Sie noch da sind.
Für den Anfang reicht es, wenn Sie sich nach der Verabschiedung erstmal nur in unserem Eingangsbereich aufhalten oder nur vor die Tür gehen. So können wir im Notfall die Trennung schnell unterbrechen, so dass das Kind merkt, dass ich jederzeit seine Bedürfnisse achte und Sie zurückhole. Auch dies ist wichtig, damit Ihr Kind Vertrauen zu mir aufbauen kann.
Nach und nach werden wir die Trennung und die Zeiten in meiner Betreuung dann länger gestalten und Sie können dann die Räumlichkeiten ganz verlassen, ohne in der Nähe zu bleiben. Seien Sie jedoch jederzeit erreichbar um evtl. die Trennung früher als besprochen zu beenden.
Sobald Ihr Kind sich auf mich und die anderen Tageskinder freut, die Trennung ohne Trauer stattfindet bzw. sich Ihr Kind von mir trösten lässt können wir die Eingewöhnung als abgeschlossen verbuchen.
